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Präsentieren ist wie ’ne Rock ’n Roll-Performance!

Stellen Sie sich mal Folgendes vor:

Sie sind bei einem Konzert. Ihr Lieblingsact kommt auf die Bühne. Die Show beginnt. Der Frontmann steht vorn und dreht sich immer wieder um zu seiner Band und performt in seiner Einzigartigkeit abgewandt vom Publikum.
Hand aufs Herz: Wer will das sehen?

So und nicht anders erlebe ich Vortragende, die mit PowerPoint-Folien arbeiten und sich dabei immer wieder zur Leinwand drehen, um abzulesen.
Mal ehrlich: Was soll das?

Wenn Präsentationen so ablaufen, frage ich: Wozu brauchen wir die Vortragenden?
Antwort: Zu gar nix, weil wir selber lesen können, und weil wir das, was wir selber lesen, nicht noch parallel vorgelesen haben wollen. Das stört nämlich. Weiterlesen

Status: Duck Dich oder zeig Dich!

Stellen Sie sich Folgendes vor:

Es ist Freitag, 17.00 Uhr, und Sie wollen mit dem Zug vom Hamburger Hauptbahnhof nach Irgendwo fahren. Dafür müssen Sie von einem der Bahnhofseingänge zum Gleis. Es ist, wie gesagt, 17.00 Uhr. Viele, sehr viele Menschen bewegen sich zu dieser Zeit im Bahnhof von A nach B.

Frage: Was verhindert, dass wir nicht permanent mit uns entgegenkommenden Menschen zusammenstoßen?
Antwort: Status.

Da das Zusammenstoßen mögliche körperliche Blessuren oder Unannehmlichkeiten mit sich bringen würde, suchen wir den anderen permanent nach Statussignalen ab. Derjenige, der den tieferen Status akzeptiert, weicht aus.
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Thirteen Shades of… Contact

Wer präsentiert oder vor anderen spricht, sollte zwei Fragen beantworten:

Wie schaffe ich es, Kontakt zu meinem Publikum aufzubauen?
Und wie schaffe ich es, den Kontakt zu halten?

Am Anfang

Gleich zu Beginn Ihres Vortrages gilt es, die erste Hürde zu überwinden.
Sie betreten die Bühne. Ihr Publikum denkt: „Wer ist das?“ „Was macht der?“ „Was will er hier?“
Und vor allem: „Mag ich den?“

Machen wir uns nichts vor. Wenn Ihr Publikum Sie nicht mag, können Sie machen, was Sie wollen. Dann wird es schwierig, das Publikum für sich zu gewinnen.

Hand aufs Herz: Meistens ist es so, dass das Publikum zu Beginn eines Vortrages noch nicht weiß, ob es Sie mag oder nicht. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihr Publikum zunächst für sich gewinnen müssen. Und genau darum geht es in Ihrer Vorbereitung. Der erste Kontakt ist daher wie ein Brückenbau. Weiterlesen

Our beautiful mind, oder: Warum „authentisch sein“ oft eine Schutz­behauptung ist

In meiner Arbeit begegne ich immer wieder Menschen, die behaupten: „Meine Auftritte sind gut, weil sie authentisch sind!“ Diese Argumentation dient ihnen dann als Begründung dafür, dass sie an ihrem Auftritt nichts verändern brauchen, weil „authentisch“ ja „gut“ bedeutet.

Ich meine, hier haben wir es mit einer Haltung zu tun, bei der Authentizität mit Routine verwechselt wird: „Ich bin authentisch, also muss ich nichts ändern.“

Damit Sie besser nachvollziehen können, was der Unterschied ist, möchte ich Sie gern zu einem kurzen Experiment einladen. Bitte machen Sie mit, während sie lesen: Weiterlesen