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Boxenstopp

Ding Dong. Montagmorgen. Zeit für einen neuen Beitrag im 10Minutenblog. Heute zum Thema: BOXENSTOPP. Boxenstopp? Da klingelt es doch sofort und Sie haben Recht. Es geht um Sport. Auch.

Ich bin Sportfan und mag Fussball, gehe gern ins Stadion in meiner Heimatstadt. Ich bin Hannover 96 Fan seit meiner Kindheit und ich mag die Formel 1. Spätestens seit ich Michael Schumacher persönlich begegnet bin, schaue ich mir Rennen an. Ich mag die bunten,  gut gestylten Autos, bin begeistert von mentalen Prozessen, von Fehlern und vom Umgang damit, von Krisen und deren Bewältigung, von Fokussierung, von Strategien, zu denen eben auch der BOXENSTOPP gehört. Zum richtigen Zeitpunkt gewählt entscheidet der über Punkte und sogar über Siege.

Diese Themen sind nicht nur im Spitzensport relevant, sondern gehen jeden an, denn es geht, egal ob Spitzensport oder nicht, immer um Performance und damit um Antworten auf diese Fragen:

  • Was haben wir vor?
  • Wie schaffen wir es unsere Ziele zu erreichen?
  • Wie gehen wir mit Fehlern, Rückschlägen, Change / Transformation um?
  • Wie gelingt es uns emotional stabil zu bleiben?

Sicher ist: ein BOXENSTOPP gehört ohne WENN und ABER nicht nur in der Formel 1, sondern auch im „richtigen“ Leben dazu: Pause machen, auftanken, innehalten, einmal alles durchchecken damit wir SICHER weiter performen können und die Kraft dazu haben.

Denn im „richtigen“ Leben, außerhalb der bunten Bilder, haben Menschen manchmal das untrügerische Gefühl in bestimmten Kontexten unter Ihren Möglichkeiten zu sein: Im Job, bei Auftritten und Präsentationen, bei Gehaltsverhandlungen, in der Gestaltung ihres Lebens, in Ihrer Sexualität, ihrer Selbstbestimmtheit, ihrer Partnerschaft.

Ihr Gefühl täuscht Sie nicht und wird gern mal schnell vom Tisch gefegt, denn die täglichen Herausforderungen und Todos drängen sich wieder in den Vordergrund und schon bleibt alles wie es ist. Vom Tisch gefegt heißt: nicht geklärt. Und darum kommt dieses Gefühl solange wieder, bis Sie das geklärt haben. Erst dann ist ein Thema gelöst.

Manchmal kommen boxenstopprelevante Themen so daher: Immer wenn ich…

  • …denke, morgen teile ich meinem Team mit, dass wir ausnahmsweise Sonderschichten einlegen müssen, schaffe ich das nicht und gestatte dann doch wieder Ausnahmen.
  • …mir vorgenommen habe, heute spreche ich mit meinem Kollegen, der mich mit seiner Rechthaberei nervt, kommt dieses blöde Gefühl und ich mache es dann doch nicht.
  • …denke, heute werde ich mal mit meiner Kollegin reden, die mich mit Ihren Privatgeschichten echt von der Arbeit abhält und bitte sie mich in Ruhe zu lassen, verlässt mich der Mut.
  • …im Gespräch mit anstrengenden Kunden bin, gelingt es mir manchmal nicht souverän zu bleiben, sondern ich nehme es persönlich. Besonders dann, wenn Einwände kommen.
  • …mir als junge Führungskraft vorgenommen habe einen Bürotag einzulegen, schaffe ich es nicht das durchzuhalten, wenn Kunden anrufen und mich darum bitten, sofort zu Ihnen zu kommen, weil es Probleme gibt, die sich nicht anders regeln lassen, außer, dass ich alles stehen und legen lasse und den Tag auf der Autobahn verbringe.
  • …vor dem Management präsentieren muss, fühle ich mich plötzlich jünger, als ich in Wirklichkeit bin und das verunsichert mich.
  • …vor einer Gruppe auftreten und etwas präsentieren muss, habe ich einen Kloß im Hals und fühle mich überfordert, weil ich denke, dass das, was ich tue nicht reicht.

Immer wenn Sie so denken, ist es Zeit für einen BOXENSTOPP. Das kann in Form einer Auszeit sein, in der Sie sich nur um sich selbst kümmern. Das kann in Form eines eines Kurzzeitcoachings sein, in dem es nur um sie und Ihr Thema geht mit dem Ziel, Antworten auf Fragen und Lösungen zu finden.

Immer, wenn sie dieses untrügerische Gefühl haben, halten Sie eine Moment inne und überlegen sie, wie sie weitermachen wollen, denn soviel ist sicher:

  • Wir leben nur einmal.
  • Unsere Kraft ist begrenzt.
  • Wir MÜSSEN gar nix.

Also: Es ist nicht irgendeine, sondern es ist Ihre Zeit.