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Über Auftrittscoaching

Ich bin Auftrittscoach. Da ich immer mal wieder gefragt werde, was ich bei meiner Arbeit konkret mache und wer diese Dienstleistung braucht, beschreibe ich in diesem Artikel, was ich als Auftrittscoach beim Auftrittscoaching für Führungskräfte, Sportler, Musiker, Redner und Trainer tue.

Sie haben bestimmt schon erlebt, dass es manchmal Bildstörungen gibt, wenn Sie fernsehen. Dabei ist das, was sie sehen, verzerrt, unscharf, voller Griesel.
Und manchmal gibt es einen Blackout, dann sehen wir gar nichts. Genau das passiert auch mit dem Bild, das wir als Zuschauer von den Menschen sehen, die auftreten: wir sehen und erleben ein „gestörtes“ Bild von dem, der präsentiert. Diese Menschen wirken unsicher, schwitzen, beginnen sich zu verhaspeln, haben Blackouts, vergessen Texte, können mit Zwischenfragen nicht umgehen etc. Es ist gar nicht selten, dass sich diese Symptome schon Tage vor dem Auftritt zeigen, wenn sie nur daran denken.

Diese Menschen spüren also, dass etwas stört. Der Fokus ist dabei auf der Störung und nicht auf der Performance. Genau wie beim Fernsehbild sorgt eine Störung im System des Vortragenden dafür, dass das, was gezeigt werden könnte, nicht gut übertragen wird und der Auftritt wird anstrengend oder droht  zu scheitern.

Jetzt sind nicht alle Menschen Schauspieler oder Musiker und haben Auftritte. Im Grunde ist es nicht entscheidend, ob Sie Schauspieler sind oder nicht, denn von Auftritt spreche ich dann, wenn ein Mensch etwas tut und ein anderer ihm dabei zuschaut. Das kann eine Prüfung, ein Casting, das Vorsprechen oder das Assessmentcenter sein.

Auftritt ist, wenn wir der Definition folgen auch das Gespräch mit Chef, Mitarbeiter, Kollegen und selbst Kaffee bestellen und der Besuch beim Bäcker gehören dazu. Überlegen Sie mal, wieviele Auftritte Sie quasi jeden Tag haben und wieviel Auftrittserfahrung Sie im Grunde genommen besitzen! Überlegen Sie jetzt mal, in welchen Situationen es für Sie anstrengender und in welchen es entspannter ist.

Wenn wir wissen, dass uns jemand zuschaut, kann das  Ängste, Leistungs- bzw. Prüfungsdruck oder Stress auslösen.  Im Hintergrund regieren dann  „Störer“ , die dazwischenfunken und bewirken, dass wir kein scharfes, authentisches, leidenschaftliches Bild von uns zeigen können.

Damit Sie besser nachvollziehen können, was hier mit „Störer“ gemeint ist, zähle ich ein paar typische Störer auf, die wirksam im Hintergrund funken:

  • „Bin ich gut?“
  • „Ich muss gut sein!“
  • „Ich muss perfekt sein“
  • „Ich muss der Beste sein“
  • „Kann ich das?“
  • „Darf ich das?“
  • „Darf ich (… als Arzt, Vorstandsvorsitzender, wichtiger Mensch im Business…)  z.B. humorvoll beim Vortrag sein?“
  • „Wieviel Raum traue ich mir zu nehmen?“
  • „Was mache ich, wenn ich einen Texthänger habe?“
  • „Wie gehe ich mit Zwischenfragen um?“
  • „Was mache ich, wenn jemand Fragen stellt und alle mitkriegen, dass ich nicht alles weiß?“
  • „Muss ich alles wissen?“
  • „Wie gehe ich mit Störungen (z.B. Handyklingeln, aufs Handy schauen…) um?“

Wenn wir fernsehen, muss im Störungsfall ein Experte ran, der für ein klares Bild sorgt. Wenn Menschen auftreten oder auftreten müssen, muss im Störungsfall auch ein Experte ran: der Auftrittscoach.

Ein Auftrittscoach ist also einer,  der seine Leidenschaft dafür einsetzt anderen Menschen bei Ihren Auftritten dabei zu helfen Ihre Kraft so auf die Bühne zu bringen, dass sie sich sich wohl und entspannt fühlen, dass sie keine inneren Störungen erleben, dass sie mit äußeren Störungen umgehen können und  so performen, dass die Zuschauer mit Ihrer Aufmerksamkeit bei Ihnen bleiben und zum Schluss für Inhalt und Auftritt klatschen.

Anders gesagt: Auftrittscoaching hilft mit wirksamen Werkzeugen dabei, dass Menachen Ihre Ressourcen erkennen, daran glauben und damit arbeiten, statt sich darauf zu fokussieren, was sie nicht gut können. Auftrittscoaching sorgt dafür störende unbewußte Einflüsse, handle-bar zu mache, damit Menschen befreit auftreten und performen können.

Kurzform: Auftrittscoaching macht aus Bühnenangst Bühnenglück.

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