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Bühnenangst und Bühnenglück

Wenn wir wissen, dass uns Menschen bei dem zusehen, was wir auf einer Bühne tun, kann das bei manchen Menschen Angst auslösen: Redeangst, Lampenfieber, Vortragsangst, Präsentationsangst, Auftrittsangst, Angst vor Wortbeiträgen in Meetings, Interviews oder öffentlichen Auftritten. Manchen Menschen geht es Tage vorher schlecht, weil Sie wissen: Bald ist es soweit!

Apropos: diese Angst ist evolutionär bedingt: Man stelle sich einen Neandertaler vor, der auf einer Lichtung steht und von einer Gruppe ihm Fremder angesehen wird. Was passiert? Der Neandertaler empfindet dieses Anschauen als Bedrohung, die Angst auslöst.

Und genau so etwas erleben nicht wenige Menschen, wenn sie auf eine Bühne gehen. Wenn sie akut nicht an einer psychischen Erkrankung leiden, dann ist ein Auftritts- und Wirkungscoaching genau richtig. In diesem Kontext ist es gut zu wissen, dass Angst ein Gefühl ist, das zum Leben gehört, denn wir werden von Natur aus damit ausgestattet.  Angst ist in diesem Fall nützlich, denn sie dient der Erhaltung unseres Lebens.

Das macht Sinn, wenn wir beispielsweise im Sommer in einem Café sitzen würden und plötzlich ein Tiger um die Ecke käme. Dann wäre es wenig vorteilhaft, mit dem Tiger zu diskutieren. Wir haben in diesem Fall zwei Optionen: weglaufen oder kämpfen. Kämpfen lohnt sich, wenn man die Chance sieht zu gewinnen. Wenn nicht, ist Flucht eine gute Wahl.

Was passiert in dieser Situation genau? Der Körper stellt binnen Sekunden alles zu Verfügung, was wir brauchen: unter anderem Adrenalin. Folge: erhöhte Aufmerksamkeit, erweiterte Pupillen und das Adrenalin sorgt dafür, dass wir sofort mit hoher Energie loslaufen können. Menschen mit Angst erleben genau das in Verbindung mit den Symptomen:

  • Aufregung
  • Herzrasen
  • Atemnot
  • Hoher Puls
  • Kopfschmerzen
  • Innere Unruhe
  • Kloß im Hals
  • Stimme versagt
  • Magen und Darmbeschwerden
  • Schweißausbrüche
  • Verspannungen

Sieben Möglichkeiten, wie Sie mit Ihrer Angst vor Auftritten umgehen können oder: Stück für Stück zum Bühnenglück.

  1. Sie können Ihre Bühnenangst einfach akzeptieren und treten nicht auf. Vermeiden Sie diese Situationen. Wenn Sie nicht auftreten müssen und Ihr Leben oder Ihre Karriere nicht davon abhängen, dann ist das eine Möglichkeit.
  2. Überlegen Sie, wo Ihre Auftritte bereits geklappt haben: manchmal taucht die Angst im Job auf und im Privaten eher selten.
  3. Vor und während des Auftritts helfen Bewegung oder autogenes Training, Yoga, Autosuggestivtechniken, progressive Muskelentspannung und Atem- bzw. Stimmübungen dabei sich zu entspannen und zu fokussieren.
  4. Bereiten Sie sich vor: schreiben Sie sich auf, was Sie sagen wollen. Wie eine Geschichte. Entwickeln Sie Ihren roten Faden. Machen Sie sich danach Stichworte. Hinter jedem Stichwort ist dann in Ihrer Erinnerung ein Text verfügbar, den Sie frei erzählen können.
  5. Akzeptieren Sie Ihre Bühnenangst. Machen Sie sie zum Teil Ihrer Rede. „If you stumble make it part of the dance.“ Sagen Sie Ihrem Publikum, dass Sie grad etwas nervös sind. Nur kurz, zu Beginn. Ihr Publikum würde das sowieso merken und wenn Sie es sagen, entspannt es Sie…und Ihr Publikum.
  6. Sorgen Sie für Sicherheit. Klären Sie vor Ihrem Auftritt, was Sie brauchen. Beamer, Laptop, Flippchart. Schauen Sie sich den Raum an, machen Sie sich vertraut mit den Gegebenheiten. Schaffen Sie die Bedingungen, damit Sie sich sicher fühlen. Akzeptieren Sie nichts, was Sie verunsichern könnte.
  7. Wenn Ihre Rede- oder Auftrittsangst groß ist, bestehen gute Chancen die beteilgten Gefühle zu beruhigen. Dafür gibt es zusätzlich zu den bisherigen Tipps bewährte Werkzeuge, die in einem begleitenden Coaching helfen ruhiger zu werden und sicher auftreten zu können.

Interessiert? Nehmen Sie einfach Kontakt auf und wir sprechen darüber, wie wir Ihren Weg von der Bühnenangst zum Bühnenglück gestalten. OK?

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