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Präsentieren ist wie ’ne Rock ’n Roll-Performance!

Stellen Sie sich mal Folgendes vor:

Sie sind bei einem Konzert. Ihr Lieblingsact kommt auf die Bühne. Die Show beginnt. Der Frontmann steht vorn und dreht sich immer wieder um zu seiner Band und performt in seiner Einzigartigkeit abgewandt vom Publikum.
Hand aufs Herz: Wer will das sehen?

So und nicht anders erlebe ich Vortragende, die mit PowerPoint-Folien arbeiten und sich dabei immer wieder zur Leinwand drehen, um abzulesen.
Mal ehrlich: Was soll das?

Wenn Präsentationen so ablaufen, frage ich: Wozu brauchen wir die Vortragenden?
Antwort: Zu gar nix, weil wir selber lesen können, und weil wir das, was wir selber lesen, nicht noch parallel vorgelesen haben wollen. Das stört nämlich.

Verstehen Sie mich richtig: Ich bin nicht der Meinung, dass alle Vortragenden auf der Bühne rumspringen sollen wie Rumpelstilzchen. Nein, ganz und gar nicht. Das passt auch nicht zu jedem.
Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass ein Publikum zwei Dinge erleben sollte:
Erstens Seriosität dem Thema gegenüber.
Und zweitens das Anliegen des Vortragenden, das sichtbar und erlebbar sein darf.

Kurzum: Die Arbeit der Frontleute ist die Performance im Kontakt mit dem Publikum. Die Band unterstützt.
Immer dann, wenn die Frontleute wollen, dass die Aufmerksamkeit auf die Band gelenkt werden soll, machen sie die Bühne frei, und zwar so, dass der Fokus ganz klar dorthin gelenkt wird, wo das Publikum hinschauen soll. Das kennen Sie von Gitarren- oder Schlagzeugsoli. Danach übernehmen die Frontleute wieder. So gestalten sie das, was passieren soll.

Genau so funktioniert auch das Zusammenspiel zwischen Vortragenden und der Begleitung durch PowerPoint, Flipchart, Metawand etc.

Und jetzt gibt es an dieser Stelle noch ein paar Tipps, damit Sie sich nicht mehr umdrehen müssen, um abzulesen:

6 Tipps für mehr Rock ’n Roll bei Präsentationen

  1. Überlegen Sie sich den roten Faden Ihres Vortrages. Das ist meistens nur ein Satz. Daran hängen Sie alles Weitere auf.
  2. Vereinfachen Sie Ihre Folien: Reduzieren Sie die Texte. Nutzen Sie Bilder, die das, was Sie sagen wollen, zeigen.
  3. Wenn Sie Zahlen präsentieren müssen: Reduzieren Sie die Menge. Fokussieren Sie sich auf das Wesentliche.
  4. Das, was für Ihre Präsentation nicht notwendig ist, kommt in ein Handout.
  5. Arbeiten Sie mit Moderationskarten, auf denen Sie Stichworte haben. Ein Blick genügt und Sie wissen, wie es weiter geht.
  6. Und: Verzichten Sie am Schluss auf diese Standardfolie: „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ Sagen Sie es einfach. Das reicht. Ihr Publikum wird es Ihnen danken.

Mehr nicht?

Nein.

Und das funktioniert?

Ja.

Und dann?

Rock ’n Roll…

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